Château Vignol | Bordelais
Entre 2
Der Entre deux Mers von Vignol ist mit großem Abstand der beliebeste Weißwein im weinraum. Seit fast 20 Jahren
Graves
Die beiden Graves - rot & weiß - vom groben Kies. Mineralische Weine, klassisch zur guten Küche
Clairet
Es ist kein Rosé. Es ist ein leichter Rotwein, der wie ein dunkler Rosé erscheint.
Das Château Vignol ist das Weingut im Entre deux Mers der Familie Doublet. Berühmt geworden sind sie durch eben den weißen Entre 2, den roten Bordeaux und den Clairet. Die Söhne erzeugen auf den Châteaux Tour de Calens in den Graves und Saint - Ange in St. Émilion würdige Weine dieser großen Appellationen.
Ende des 18. Jahrhunderts kauften sie das Gut und bauten das Château Vignol — mit einer Fassade, die ein Armateur von seinen Überseereisen mitbrachte. Wer vor dem Haus steht, sieht eher Mississippi als Garonne. Die See war offensichtlich noch nicht aus den Köpfen, als die Doublets sich an festen Grund gewöhnten. Drei Generationen später bewirtschaftet die Familie drei Weingüter in drei Appellationen. Das Château Vignol im Entre-deux-Mers erzeugt die Bordeaux Weine in rot, als Clairet und natürlich den weißen Entre deux Mers. Das Château Tour de Calens in Beautiran, seit 1987 in Familienhand, steht auf tiefen Graves-Böden südlich von Bordeaux. Und das Château Saint-Ange, ein zwei Hektar großer Garten-Weinberg in Saint-Émilion, den Alexandre und Jean-Thomas Doublet 2009 aus einem Dornröschenschlaf geweckt haben.
Château Vignol — vier Farben aus dem Entre-deux-Mers
Das Entre-deux-Mers liegt zwischen Garonne und Dordogne, ein hügeliges Gebiet mit Kalk- und Lehmböden. Vignol setzt hier vier weiße Rebsorten ein: Sauvignon Blanc, Sauvignon Gris, Semillon und Muscadelle. Die roten Weine und den Clairet — eine bordelaise Spezialität zwischen Rosé und leichtem Rotwein — keltern die Doublets aus Merlot und Cabernet Sauvignon. Bernard Doublet fasst das nüchtern zusammen: vier Rebsorten in Weiß für die Aromenpräzision, Merlot und Cabernet für die roten Varianten.
Eines der besten Weingüter des Entre deux Mers
Der Guide Hachette hat das Gut über die Jahre mit einigen Coups de Cœur und vielen Sternen bedacht. Ich bin kein großer Freund von solchen Auszeichnungen, in diesem Falle überzeugen jedoch die Weine und die Regelmäßigkeit, mit der die Weine zu den besten der Region gehören.
Tour de Calens — Graves auf Sand und Kies
Zehn Hektar auf dem linken Garonne-Ufer, tiefer Graves-Boden mit grauem Sand. Jean-Thomas Doublet führt das Gut. Der rote Graves besteht zu 75 Prozent aus Cabernet-Sauvignon, der Rest ist Merlot: Konzentration und Feinheit, wie Jean-Thomas es beschreibt. Der weiße Graves verbindet Semillon und Sauvignon Blanc, vergoren in Barriques, die dem Sémillon auf diesem Boden eine zusätzliche Dimension geben. In Ausnahmejahren lesen die Doublets einzelne Stöcke spät und keltern daraus einen Graves Supérieures: einen goldfarbenen Süßwein mit kandierten Früchten, ein seltenes Nebenprodukt der Geduld.
Saint-Ange — zwei Hektar Saint-Émilion
Alexandre Doublet suchte mit seinem Bruder eine neue Herausforderung auf dem rechten Ufer. Sie fanden einen kleinen Weinberg mit über vierzig Jahre alten Reben auf einer Kiesader. Merlot, der hier seine volle Rundung zeigt, und Cabernet-Franc, der auf dem warmen, trockenen Boden feine Gerbstoffe und würzige Aromen liefert. Der Wein reift in französischer Eiche und ist auf Langlebigkeit angelegt.