Wenn man einen guten Wein machen will, muss man erst einmal wissen, was das sein soll: ein guter Wein. Klingt banal, aber vielen Winzern fehlt diese Vorstellung.
2002 hat Olivier Giroux beste Weinberge in Macon, Burgund gekauft, um auf den kargen Böden mineralische, terroirgeprägte Weine zu erzeugen, die aus den wilden Hefen im Weinberg entstehen. Es gab nur ein Hindernis: Die Weinberge waren tot nach Jahren des konventionellen Weinbaus.
Es hat bis 2014 gedauert, bis er seine Weine biologisch einwandfrei erzeugen konnte. Und die sind zu dem geworden, was er am Beginn seines Vorhabens wollte: aus dem Maconnais markante Chardonnay zu erzeugen, deren Aromen eine weit größere Komplexität haben als klassische Weine aus dem Burgund.
Wein von einem, der weiß, was er will.
Die einzige Parzelle des Clos des Rocs außerhalb von Loché. Ein halber Hektar auf Trias-Sandstein, 80 Jahre alte Reben, Ausbau in gebrauchten Demi-Muids statt in neuer Eiche. Saft, Dichte und eine mentholische Kühle, die bei 14 Grad aufgeht.
30,00 €
Nr. 2422
Preis pro Flasche, inkl. MwSt.
– 40,00€/l
, 0,75lVersandkosten
Les Barres besteht aus zwei Parzellen am Osthang in Pouilly-Loché, zusammen ein halber Hektar. Kiesiger, steiniger Boden auf Trias-Sandstein, 50 Jahre alte Reben. Der Kies im Oberboden gibt dem Wein seine Rundheit, geschmeidig, das Fruchtaroma fein. Mit einer sauberen, langen Schlussnote.
26,50 €
Nr. 2421
Preis pro Flasche, inkl. MwSt.
– 35,33€/l
, 0,75lVersandkosten
Die Ostexposition und die jüngeren Reben ergeben einen offenen, saftigen Wein mit einer natürlichen Spannung zwischen den mineralischen Aromen und den reifen Gemüsenoten des Chardonnay. Der Wein ist für die ersten Jahre nach der Abfüllung gemacht.
24,50 €
Nr. 2420
Preis pro Flasche, inkl. MwSt.
– 32,67€/l
, 0,75lVersandkosten
Die höchste Parzelle des Clos des Rocs. Ein Viertel Hektar auf 400 Metern, windexponiert, Sand und Schluff auf Sandstein. Giroux teilt den Ausbau zwischen Edelstahl und gebrauchtem Holz – der einzige Wein im Sortiment, den er so behandelt. Schlank, Zitrus, nervös.
23,50 €
Nr. 2419
Preis pro Flasche, inkl. MwSt.
– 31,33€/l
, 0,75lVersandkosten
2,5 Hektar Weinberg auf Schiefer, 15 Jahre junge Reben und Ausbau weitgehend im Tank aus Edelstahl. Giroux hat die Parzelle mit Reben bepflanzt, die in den immer wärmeren Sommern im Mâconnais die Frische bringen, die man von diesen Weinen erwartet. Perfekter moderner Weißwein.
21,50 €
Nr. 2418
Preis pro Flasche, inkl. MwSt.
– 28,67€/l
, 0,75lVersandkosten
Clos des Rocs
Weine
Chardonnay aus dem Maconnay im Burgund
Terroir
Ton und Schiefer. Besonders sind die höheren Lagen für knackige Weine
Weingut
Eines der wenigen Weingüter im Burgund, die konsequent spontan, also natürlich vergären.
Spontane Gärung erfordert perfekte Vorbereitung über Jahre hinweg, weil sonst die Hefen die Gärung nicht gut gelingen lassen. Doch der Aufwand bringt dann, nach Jahren, weit mehr Ausdruck in die Weine als gezüchtete Hefen.
Olivier Giroux stammt aus einer Winzerfamilie, siebte Generation, aufgewachsen in Fuissé. Nach Jahren im südlichen Rhônetal kehrte er zurück und kaufte 2002 das Domaine Saint-Philibert in Loché – 7,5 Hektar, davon 6 in Pouilly-Loché und 1,5 in Mâcon-Loché. Er benannte es nach seiner größten Parzelle um: dem Clos des Rocs, einem 3 Hektar großen Monopole am Lieu-dit «Les Mûres».
Als Olivier Giroux 2002 das damalige Domaine Saint-Philibert in Loché übernahm, kaufte er kein funktionierendes Weingut, jedenfalls nicht nach seinen Vorstellungen. Die Lagen waren geologisch und topographisch hochwertig, teils mit sehr alten Reben. Die Vorbesitzer haben gearbeitet, wie man damals im Burgund halt so gearbeitet hat: Mit einem beherzten viel hilft viel wurden Dünger und Pestizide verstreut, mit Reinzuchthefen Wein erzeugt und darauf verlassen, dass «Burgund» schon schon geht. Was er vorfand: Der Boden mikrobiell tot, die Humusauflage, Bodenleben, Bewuchs abseits der Reben praktisch nicht vorhanden, der Boden verdichtet und erosionsgefährdet.
Die Idee
Warum kauft sich jemand wie Olivier Giroux, der eine sorgfältige und detaillierte Ausbildung als Winzer hat, ein solches Stück Land? Weil er hatte, was viele Winzer nicht haben:
Eine Idee, was für Wein er erzeugen will.
Da er aus der Region stammte, wusste er, welches Potential sie hatte und dass die meisten Weine des Maconnais davon nur einen Bruchteil ausschöpfen. Viele Winzer liefern ihre Trauben bei Genossenschaften ab, die Weine stehen im Schatten der Côte d'Ôr.
Und aus diesem Schatten wollte er mit Weinen heraustreten, die dieses Potential des Maconnais ausdrücken.
Chardonnay mit klarem Charakter des Terroir, der Rebsorte. Wer dies konsequent umsetzt, kann nur einen Weg gehen: die Weine spontan, also mit den natürlichen Hefen aus dem Weinberg, vergären.
Der Weg zum Leben im Weinberg
Damit war ein Weg vorgegeben, denn dazu muss der Weinberg in gesundem Zustand sein. Mit dem, was er gekauft hatte, war das nicht möglich.
Die Begrünung der Weinberge war der Anfang. Olivier kaufte angrenzende Wälder, um die natürlichen Habitate zu schaffen. Schafe beweiden die Weinberge im Winter, liefern Dünger, sähen und mähen zwischen den Reben, Nützlinge siedeln sich an. Die Begrünung und Biodiversität im Weinberg sind die Grundvoraussetzungen für diese Arbeitsweise.
Zehn Jahre gab er seinen Böden Zeit, offiziell biologisch arbeitet er seit 2014, seit 2021 biodynamisch.
Die Weinberge von Clos des Rocs sind grün, voller Leben. Viele Jahre Arbeit und Ausdauer stecken in diesen Böden
Das Terroir erwachte
Giroux bewirtschaftet heute 8,8 Hektar. Die Rebstöcke auf den Kalklagen sind zum Teil über 85 Jahre alt. Die Weinberge liegen auf durchschnittlich 270 Metern Höhe, überwiegend nach Osten exponiert.
Die geologische Verwerfung, die das Gebiet von Pouilly-Loché durchzieht (→ Mâcon / Pouilly-Loché), teilt auch sein Weingut: Die alluvialen Böden liefern die zugänglicheren Weine wie die «4 Saisons» und «Les Barres», die jurassischen Kalklagen die Sélections Parcellaires – «Les Mûres» und das Monopole «Clos des Rocs».
Eisenhaltige Ton-Kalk-Böden, an der Oberfläche bis zu 30 cm dichte Kalksteinschotter-Streuung. Das ergibt laut Quelle schlankere Weine als das benachbarte Pouilly-Fuissé, mit einer erdigen Note, aber deutlicher Mineralität und genug Fruchtdichte, um die kräftige Struktur zu tragen.
Die Chardonnay von Clos des Rocs ist markant mineralisch, mit einer erdigen Signatur, die aus dem Kalkschotter und dem Eisenton seines hervorragenden Terroirs kommt, das nun endlich in den Weinen zum Leben erweckt wurde.
Die AOC Pouilly-Loché existiert seit 1940, ist jedoch kaum bekannt geworden, was im Burgund zu einer erfreulichen Preisgestaltung führt. Billig sind die Weine nicht, aber was man bekommt, übertrifft manchen Wein von der Côte d'Ôr - und so hatte Olivier das ja auch geplant.
Weinkartons sind stabil, solange alle Fächer gefüllt sind. Wenn einzelne Fächer leer bleiben, knickt der Karton leicht ein und Flaschen werden beschädigt,
der Karton weicht auf. Alles keine Freude.
DHL und andere Paketdienste ersetzen solche Schäden auf dem Transport nicht. Die Kartons sind für «voll» ausgelegt und zugelassen.
Bitte wähen Sie die Anzahl der Flaschen so, das 3, 6, 9, 12, 15 oder 18 Flaschen in (allen) Kartons sind.
Fragen? Ich helfe gern weiter:Mail an Thomas Henke, dem Mann hinter dem weinraum