Der Charakter von Rotweinen wird durch die Rebsorte bestimmt: solche mit dicken Schalen haben mehr der für einen Rotwein typischen Aromen, denn diese Aromen sind fast nur in der Schale der
Beeren enthalten. Bitteres
Tannin oder
Gerbsäure werden ebenso in der Schale gebildet und bei diesen Rebsorten weniger ausgeprägt.
Und von der Arbeit der Winzer: je länger sie die Beeren auf der Maische lassen, um so mehr dieser Aromen gelangen in den Wein. Es gibt also zwei Wege einen leichten fruchtigen Rotwein zu gewinnen: Rebsorte und das Vorgehen bei der
Maische.
Die Farbe dieser fruchtigen Rotweine ist eher hell, zumindest sieht man das Licht durch den Wein schimmern. Ihre Struktur ist eher flach, keine der Aromen sticht dominant hervor.
Das macht ihn nicht zu einem Leichtgewicht - auch solche Weine können zu den Großen gehören. Die immer unterschätzten
Beaujolais, in dem die Rebsorte Gamay ausgesprochen hochwertige und lagerfähige Weine hervorbringt. Der
Dolcetto aus dem
Piemont oder der
Vernatsch aus
Südtirol gehören dazu. Aus letzterem wird der wunderbare Sankt Magdalener erzeugt.
Leichte, fruchtige Rotweine dieses Types sind die flexibelsten Begleiter eines Essens: mit ihrer frischen Fruchtsäure passen sie zu leichtem Gemüse und leichten
Fisch. Auf dem anderen Ende der Defitg - Skala kann der Fisch auch von fetten Sorten sein (Lachs) und mit mediterranem Gemüse aus dem Ofen kommen. Auch zu Salami und
Braten umspielt fruchtiger Rotwein leicht, weil seine Aromen nicht in den Vordergrund drängeln..
Zu konzentriert sollten die Gerichte nicht sein, sonder verliert sich fruchtiger Rotwein zwischen den Aromen. Zu einem lange geschmorten Wild würden Weine dieses Typs eher langweilig wirken.