Silit
Schluff oder Silit fühlt sich weich und mehlig an, wenn er trocken ist, und glatt, aber nicht klebrig, wenn er feucht ist.
Wasserspeicherung
Silit speichert Wasser besser als Sand, ist aber durchlässiger als Ton.
Nährstoffe und ihre Speicherung
Böden haben eine mäßige Nährstoffspeicherfähigkeit, besser als sandige, aber nicht so gut wie tonige Böden.
In der Geologie wird die genaue Zusammensetzung eines Bodens in Bezug auf die Anteile von Sand, Schluff und Ton bestimmt, um die Bodenart zu identifizieren (z.B. schluffiger Lehm, lehmiger Sand). Diese Zusammensetzung beeinflusst die physikalischen Eigenschaften des Bodens und damit seine Eignung für verschiedene Pflanzen und Landnutzungsformen.
Unterschied Schluff / Silit und Ton
Silit besteht in der Regel aus relativ harten Mineralen, meist Quarz. Ton hingegen besteht aus den viel weicheren Tonmineralen. Der Boden von Silit und Ton ist also relativ ähnlich, unterscheiden sich jedoch in ihrer chemischen Zusammensetzung, Struktur und Entstehung.
Chemische Zusammensetzung
Tonmineralien sind eine Gruppe von hydrierten Aluminium- und/oder Eisen- und Magnesiumsilikaten. Sie können auch andere Elemente wie Kalium, Natrium und Calcium enthalten. Quarz ist ein Siliziumdioxid (SiO2). Er besteht hauptsächlich aus Silizium- und Sauerstoffatomen.
Struktur
Tonmineralien besitzen eine Schichtstruktur. Sie bestehen aus sich wiederholenden Schichten von Tetraeder- und Oktaederschichten. Die Bindungen zwischen diesen Schichten sind relativ schwach, was die plastischen Eigenschaften von Ton erklärt. Quarz, aus dem Silit meist besteht, hat hingegen eine dreidimensionale Netzwerkstruktur aus sich wiederholenden SiO4-Tetraedern.
Korngröße
Tonmineralien gehören zu den feinsten Mineralpartikeln in Böden und Sedimenten und haben oft Partikelgrößen von weniger als 2 Mikrometern.
Die Quarzpartikel im Silit können in verschiedenen Größen vorkommen, von sehr feinen Sandkörnern bis zu großen Kristallen.
Entstehung und Stabilität
Tonmineralien bilden sich hauptsächlich durch die Verwitterung von Silikatgesteinen, insbesondere Feldspat. Sie sind in der Regel stabiler unter Bedingungen, die zu ihrer Bildung führen, wie z.B. in wässrigen Umgebungen mit niedriger Temperatur.
Quarz ist ein primäres Mineral, das in vielen magmatischen und metamorphen Gesteinen vorkommt. Es ist sehr widerstandsfähig gegenüber Verwitterung und bleibt oft zurück, wenn andere Minerale zerfallen.
Eigenschaften und Verwendung
Aufgrund ihrer feinen Korngröße und Schichtstruktur haben Tonmineralien eine hohe Oberflächenaktivität und können große Mengen Wasser binden. Sie werden in zahlreichen industriellen Anwendungen eingesetzt, z. B. in der Keramikherstellung.
Aufgrund seiner Härte und chemischen Beständigkeit ist Quarz ein wichtiger Bestandteil vieler Gesteine und wird für zahlreiche industrielle Anwendungen genutzt, z. B. in der Glas- und Halbleiterherstellung. Im Weinberg speichert Silit aus Quarz Wasser weniger gut als Ton, da Partikel aus Quarz wesentlich größer sind als solche aus Tonmineralien.
Silit im Weinbau
Silit als Alluvialboden kommt in vielen Weinregionen weltweit vor. Da sie eine gute Wasserhaltefähigkeit besitzen, ohne dabei so dicht zu sein wie tonhaltige Böden, bieten sie für Reben eine günstige Umgebung, in der sie tief wurzeln und gleichzeitig genügend Wasser und Nährstoffe aufnehmen können. Die genaue Zusammensetzung des Bodens – also das Verhältnis von Sand, Schluff und Ton – sowie andere Faktoren wie Klima, Topographie und menschliche Einflüsse bestimmen die Eignung für den Weinbau.
In Europa gibt es zahlreiche Regionen, in denen Wein auf silithaltigen Böden angebaut wird, darunter auch in den Tälern von Rhein und Mosel in Deutschland; verbreitet auch in Rheinhessen. Und fast überall in Frankreich - zumindest in Anteilen, da weite Teile Frankreichs auf Schwemmboden liegen. Natürlich gehören die alluvialen Böden der großen Flüsse Rhône und Loire zu den silithaltigen Böden, wie Gebiete im Südwesten, etwa das Cahors mit seinen ausgeprägten Flussablagerungen.