Rosé
Die Farbe im Rosé
Rosé ist ein Modewein und wird aus erstklassigen Trauben gewonnen, sorgsam erzeugt. Oft verwenden die Winzer zwar erstklassige Lagen, aber junge Reben für ihre jungen Weine, wozu auch der Rosé zählt.
Rote Trauben haben in den dunklen Schalen nicht nur Farbstoffe, sondern Gerbstoffe: Tannin und «dunkle» Geschmacksstoffe - als Überbegriff Phenole genannt.
Rote und Weiße Traubensorten sind unterschiedliche Pflanzen, die im Weinberg auf unterschiedlichen Böden stehen, ein unterschiedliches Terroir bevorzugen.
Um mehr Säure zu behalten, stehen weiße Sorten auf kühleren, eher mageren Böden. Rotweine sollen vollere Aromen entwickeln und brauchen nicht die Säure. Sie stehen eher in wärmeren Lagen mit höherem Nährstoffgehalt - sofern es sich der Winzer aussuchen kann.
Sehr helle Rosé sind nur kurz mit den Schalen in Kontakt, es ist dann kaum Alkohol entstanden. Viele der «weinigen» Aromen können sich dann noch nicht im Most lösen.
Bei dunkleren Rosé dauert der Kontakt über 12 Stunden, bei den Clairet - Weinen auch einige Tage. Dann ist im Wein schon viel Alkohol vorhanden und auch die schwerer löslichen Bestandteile der Schalen gehen in den Wein über.
Es ist dann mehr ein leichter Rotwein als ein Rosé.
Rotweine entstehen in einigen Tagen auf der Maische - also im Kontag mit den Schalen. Bei tiefer Temperatur lassen viele Winzer den Kontakt aber auch drei Wochen dauern. Es werden dann alle feinen Phenole mit im Wein konserviert. Er wirkt dann nicht bitter oder streng.
Solche Weine müssen auch nicht viele Jahre im Keller reifen um trinkbar zu sein. Es sind Zeugen einer sogsamen Arbeit des Winzers. Wenn es eine war. Sonst schmeckt so ein Wein krautig.