Lese
Die viele Arbeit bis zu Lese war eine wichtige Voraussetzung für den Wein. Wie die Lese ausgeführt wird und besonders der Zeitpunkt der Lese bestimmen wesentlich den späteren Charakter des Weines aus dem Weinberg.
Abgesehen davon stammen von kleinen Weinbergen Weine mit deutlich höherem Ausdruck des Terroir und gerade um dies besonders schön zur Geltung zu bringen, ist die Lese von Hand vorteilhaft.
Die Trauben werden einzeln gepflückt und können auch bei nur angelernten Helfern gut sortiert werden.
Und wie bei aller Technik hängt das Ergebnis vom Nutzer ab. Sicher kann ein Weinberg ohne vorherige Inspektion mit der Maschine gelesen werden. Was an den Stöcken ist, kommt mit - Hauptsache viel; Fehler kann man im Keller gut übertünchen. Solches Machwerk ist hier nicht Thema.
Der Vorteil der maschinellen Lese - abgesehen von der Unabhängigkeit von Personal - ist die Geschwindigkeit. Zum einen ist die Reife je nach Wetter zur Lese ein heikles Spiel mit der Zeit. Hier kann es von Vorteil sein, einen oder mehrere Weinberge an einem Tag zu lesen und nicht über mehrere Tage zu lesen.
Gerade im Süden ist es üblich, die Kühle der Nacht zu nutzen, damit die Trauben nicht in der Hitze Schaden nehmen. Auch hier sind Vollernter von Vorteil: sie arbeiten in der Dunkelheit wie im Hellen und sind zum Morgengrauen fertig mit der Arbeit.